09. Oktober 2019
20:30 Uhr
Subway, Köln

15/10 €

Steffen Schorn

Roger Hanschel

Roger Hanschel

Subway Jazz Orchestra
feat. Steffen Schorn & Roger Hanschel - MONSTER SUITES


Vor fast genau drei Jahren war Komponist und Multi-instrumentalist Steffen Schorn zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten Roger Hanschel zu Gast im Club Subway. Das Konzert war ein klangmächtiges und herausragendes Ereignis für das SJO und ist in flammender Erinnerung geblieben. Nicht zuletzt deshalb war es an der Zeit Steffen Schorn erneut einzuladen und gemeinsam mit ihm und Roger Hanschel neue Werke aus Schorns unerschöpflichem Oeuvre zu präsentieren.

Der 1967 in Aalen geborene Multiinstrumentalist Steffen Schorn lernte zunächst autodidaktisch das Saxophon. Später studierte er Jazz-Saxophon an der Musikhochschule in Köln woran sich ein Studium der Bass-Klarinette (Neue Musik) in Rotterdam anschloss. Er besuchte Kurse des Dirigenten Sergiu Celibidache und arbeitete intensiv mit Hermeto Pascoal in Brasilien. Steffen Schorn spezialisierte sich auf tiefe Holzblas-instrumente wie die Kontraalt- und Kontrabassklarinette sowie das Bass-, Kontrabass- und Subkontrabass-Saxophon.

Von 1997 bis 2000 war er Mitglied der NDR Big Band und gründete das Steffen Schorn Septett. Mit diesem und vielen weiteren unterschiedlichen Projekten bereiste er die ganze Welt (bislang ca. 70 Länder) und gewann zahlreiche Preise. Darunter der „Jazzpreis des Landes Baden Württemberg“, der „SWR Jazzpreis“ mit der Kölner Saxophon Mafia, zuletzt drei Preise der Deutschen Schallplattenkritik sowie den WDR Jazzpreis für Komposition.

Seit 2001 ist er Professor für Komposition und Leiter der Jazzabteilung der Hochschule für Musik Nürnberg. Er hat zahlreiche CDs unter eigenem Namen aber auch mit allen Rundfunk Big Bands Deutschlands sowie Peter Herbolzheimer oder Nils Wogram veröffentlicht.

"Kein anderer deutscher Jazzmusiker versteht es, die dynamischen Möglichkeiten der Tieftöner unter den Holzblasinstrumenten so fulminant auszuloten wie Steffen Schorn.“ (Bernd Hoffman, WDR)

"Ein absolutes Fest der Klangfarben. Holz- und Blechbläser leuchten und strahlen in einer unglaublichen Vielfalt, hier konnte, ja hier hat jemand mal wirklich aus dem Vollen geschöpft.“ (Michael Rüsenberg, Jazz-City)

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13. November 2019
20:30 Uhr
Subway, Köln

15/10 €

Subway Jazz Orchestra
[RE]BIRTH OF THE COOL


“Und nun meine Damen und Herren präsentieren wir Ihnen etwas ganz Neues innerhalb der Modern Music,” verkündet Symphony Sid Torin von der Bühne des Royal Roost, einem Hänchengrill-Imbiss das am Broadway nahe des Time Square zum Bebop Club umfunktioniert wurde. “Wir präsentieren Ihnen: Impressions in Modern Music mit dem großartigen Miles Davis und seinem wundervollen neuen Ensemble.“

Mit dieser Einleitung beginnt das erste Konzert des neues Miles Davis Nonets, welches wenige Monate später mit dem Album BIRTH OF THE COOL einen Meilenstein der Jazzgeschichte vorlegen sollte. 
Zum Zeitpunkt des Konzerts war Miles Davis erst 22 Jahre alt, bekannt als der Trompeter, welcher Dizzy Gillespie in Charlie Parkers Quintett nachfolgte. Miles entwickelte zu dieser Zeit gerade eine etwas introvertierte, kammermusikalischere Spielweise des Bop und tat sich hierzu mit dem brillanten Arrangeur Gil Evans zusammen.
Ihre Experimente mit Form und Stimmungen nahmen zuerst in Evans’ Kellerapartment auf der 55. Straße in New York gestalt an, basierend auf Ideen die schon zuvor in Claude Thornhills Orchester umgesetzt worden waren. Thornhills Markenzeichen war eine delikate Mischung verschiedener Timbre, ein weicher fast Vibrato-loser Sound, weit weg von den lauten Varieté-Big-Bands seiner Zeit. Evans, der für das Orchester arrangierte beschrieb den Effekt folgendermaßen: „Der Klang hängt wie eine Wolke.“ 

70 Jahre nach der Veröffentlichung von Birth of the Cool widmet sich das Subway Jazz Orchestra nun dieser Musik. Die Band-Arrangeure werden einerseits ausgewählte Werke des Albums für das Orchester adaptieren und in einem zweiten Schritt neue, zeitgenössische Werke kreieren, die auf den Grundgedanken von Miles Davis und Gil Evans basieren.

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11. Dezember 2019
20:30 Uhr
Subway, Köln

15/10 €

Jesse van Ruller

Jesse van Ruller

Subway Jazz Orchestra
feat. Jesse van Ruller (NL)


Im Dezember freut sich das Subway Jazz Orchestra auf einen der herausragendsten Gitarristen Europas. Seit Jesse van Ruller 1995 als erster Europäer die sagenumwobene Thelonious Monk International Guitar Competition für sich entscheiden konnte, hat er zehn Alben veröffentlicht und weltweit mit Größen wie Christian McBride, Joe Lovano, Toots Thielemans, Tom Harrell, Roy Hargrove, Peter Bernstein, Vincent Herring oder auch dem Metropole Orchestra zusammengearbeitet.

Sein einzigartiges, virtuoses Gitarrenspiel zeichnet sich durch einen hörbaren Respekt vor der Tradition aus ohne dabei an extravaganter Individualität einzubüßen. Jim Hall sagte über van Ruller: „Jesse ist ein höchst expressiver Spieler, der mich auf einer sehr persönlichen Ebene tief berührt!“

Für das Konzert mit dem Subway Jazz Orchestra fertigen die Band-eigenen Arrangeure speziell für diesen Abend neue Arrangements verschiedener Kompositionen van Rullers an. Außerdem wird er als Solist in einige „Klassiker“ des SJO eingebunden und rückt sie dadurch in einen ganz neuen Kontext.

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